Projekte

Die Ausbildung von Hebammen, Geburts-Wartehäuser sowie der Kampf gegen Kinderehen sind drei der unterschiedlichen Projekte von Women’s Hope International.

Erfahre hier, was diese bewirken:

Hebammenausbildung in Äthiopien

© Hanspeter Bärtschi / WHI

An zwei Schulen in Äthiopien – am St. Luke Catholic Hospital und am Hamlin College of Midwives – erhalten junge Frauen eine fundierte Ausbildung zur Hebamme. Jedes Jahr schliessen insgesamt rund 35 Hebammen ihre Ausbildung ab. Die jungen Hebammen werden nach ihrer Ausbildung in Gesundheitszentren in ländlichen Regionen entsandt, wo sie für die fachkundige Betreuung während Schwangerschaft und Geburt der Mütter in der Region zuständig sind. Die benötigte Grundausrüstung und Medikamente sowie Transportmöglichkeiten im Falle einer notwendigen Überweisung ans Spital werden durch das Projekt ebenfalls gewährleistet. In den ländlichen Gesundheitszentren erblicken jedes Jahr tausende Kinder mit fachkundiger Begleitung das Licht der Welt.

Geburts-Wartehaus in Äthiopien

Das Wartehaus für Risikoschwangere befindet sich auf dem Spitalgelände des Attat Catholic Hospital. Rund 25 Gesundheitszentren mit jeweils mehreren Gesundheitsposten sind Zuweiser für das Spital mit 65 Betten. Frauen mit hohem Risiko für Geburtskomplikationen können die letzten Wochen der Schwangerschaft im Wartehaus verbringen. Sie erhalten so garantiert Zugang zu fachkundiger Betreuung; bei Bedarf kann jederzeit ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Dadurch wird das Leben der Mütter und Kinder gerettet und schweren Geburtsverletzungen vorgebeugt. Pro Jahr verbringen rund 700 Mütter die letzten Wochen ihrer Schwangerschaft im Wartehaus und können im Spital ein gesundes Kind zur Welt bringen.

Kinderehen bekämpfen in Bangladesch

Alle Mädchen in der ländlichen Region im Norden Bangladeschs sollen selber entscheiden können, wann und wen sie heiraten. Bereits verheiratete Mädchen sollen ein gesundes und selbstbestimmtes Leben führen können. Das Projekt in Parbatipur stärkt Mädchen und mobilisiert Familien und Gemeinschaften, um neue Normen und Verhaltensmuster bezüglich Kinderehen zu entwickeln. Gemeinschaften werden sensibilisiert für die Probleme, die durch Kinderehen und Teenager-Schwangerschaften entstehen. Sie drücken neue Normen, Ansichten und Verhaltensweisen bezüglich Kinderehen aus. Teenage-Mädchen werden in ihrer gesellschaftlichen Stellung gestärkt und befähigt, für ihre Rechte einzutreten. Es wird sichergestellt, dass auch besonders vulnerable Mädchen Zugang zu Gesundheitsdiensten, Einkommen und Bildung erhalten. Darüber hinaus werden die bestehenden gesetzlichen Schutzmechanismen gestärkt.